Privatschule im Espen

Exkursion in die Kehrichtverbrennung

Unser Ausflug in die Kehrrichtverbrennungsanlage Buchs am 23. Mai 2017

(Marco)

Frau Crameri hatte den Chef vom VfA (Verein für Abfallentsorgung), Herrn Brunner, bei einer Veranstaltung des Gewerbevereins kennengelernt. Beide sind ins Gespräch gekommen und er hat eine persönliche Führung für unsere Schule zugesagt.

Einen Tag vor unserem Ausflug haben wir uns in M & U mit dem Thema der Kehrrichtverbrennung beschäftigt. Am nächsten Tag sind wir mit zwei Autos in Niederurnen um 9.45 Uhr abgefahren. Mit dabei waren im Auto von Frau Strassmann Dalilah, Johann und Herr Riedberger. Bei Frau Stuck waren es Herr Urben, Dimitri, Michael, mein Vater, Herr Weber und ich, Marco. Die Fahrt hat ungefähr 35 Minuten gedauert. Frau Crameri ist mit ihrem Auto separat gekommen. Herr Brunner hat uns die Kehrrichtverbrennungsanlage gezeigt. Es war spannend. Aber beginnen wir ganz am Anfang:

An diesem Morgen war der Arbeitsbeginn von Herrn Brunner aussergewöhnlich. Er erzählte uns, dass morgens vor 6 Uhr der Betrieb ungefähr eine Stunde vom Stromnetz „abgehängt“ war. Das war natürlich ein absoluter Notfall und kommt eigentlich nie vor. Herr Brunner kam an diesem Morgen erst später, aber die Aufregung war noch gross. Trotz dieses unangenehmen Vorfalls durften wir die Führung durch die Anlage machen. Und dieser besondere Umstand hatte für uns spezielle Vorteile. So war z. B. ein Ofen ganz leer, und wir konnten ihn anschauen. Bei anderen Führungen ist das so nicht möglich.

Zuerst haben wir in einem Vorführraum einen Film von der ganzen Anlage gesehen. Der Film dauerte ungefähr 10 Minuten. Wir haben zum Schluss gefragt, ob wir dieses DVD haben könnten. Herr Brunner hat ihn uns geschenkt, und wir werden ihn am Abschlussfest laufen lassen, damit alle Gäste ihn auch schauen können.

Nachher lagen für uns Kopfhörer parat. Herr Brunner erklärte uns, dass es zwischendrin sehr laut sein kann und man sich so trotzdem verstehen könne. Wir machten einen kurzen Test, ob alle Geräte gut liefen und Herr Brunner gut zu verstehen war. Erst hatte Dalilah mit ihrem Gerät noch etwas Schwierigkeiten, aber dann klappte alles! Nacher bekamen wir noch „Bauhelme für Besucher“. Auch diese wurden gut angepasst, so dass sie weder zu eng noch zu locker sassen. Zum Schluss der Vorbereitungen bekamen wir noch eine Schutzbrille.

 

Gut gerüstet gingen wir dann durch das Gelände in verschiedene Gebäude und Räume. Wir erkannten einiges vom Film wieder. An einer grossen Schautafel war bunt aufgezeichnet, wie das Kraftwerk funktioniert. Wir staunten nicht schlecht, als Dimitri auf die Frage von Herrn Brunner einiges dazu erklären konnte.

Die vielen technischen Daten, die uns Herr Brunner zu berichten wusste, kann ich hier im Einzelnen nicht aufzählen. Wir sind 1½ Stunden treppauf und treppab, hin und her gelaufen und haben immer wieder gestaunt, dass es uns gar nicht langweilig wurde.

In einem Prospekt von der VfA „Energie aus Abfall“ kann man folgendes nachlesen:

In der KVA Buchs können sowohl Hauskehricht, Industrie- und weitere Abfälle verwertet werden. Die daraus gewonnene Verbrennungswärme wird für die Erzeugung von Strom und Fernwärme genutzt. Damit leistet der VfA einen wertvollen Beitrag zur Wiederverwertung des Energie-Inhalts von „Abfällen“ und geht den Weg von der „Abfallbeseitigung“ zur Abfallbewirtschaftung. Zielsetzungen sind: Umweltschonende Behandlung und sinnvolle Verwertung von Abfällen im Rahmen der Abfallbewirtschaftung.
So viel Wertstofferfassung wie technisch möglich, ökologisch erforderlich und wirtschaftlich vertretbar.
Saisonale Ausnutzung des Abfalls als Brennstoff.

Erwähnen muss man aber noch das „Cockpit“. In dieser Zentrale wird hinter einer Glasscheibe von einem Mann mit Hilfe von Computern ein Kran bedient, der sich in einem riesigen Raum sich der Abfall befindet. Der „Dreck“ wird, wie gesagt, mit Hilfe der Technik in die Öfen „geschaufelt“. Man muss schon schwindelfrei, um diese Arbeit zu machen.

Bevor wir uns nach der Führung etwas erfrischen konnten, sind wir noch mit einer anderen Sache vertraut worden, mit der eigentlich keiner gerechnet hatte: mit Ratten. Wo es viel Abfall gibt, gibt es auch Ratten. Wir haben einige davon gesehen, und einige von uns waren unangenehm berührt.

 

Der krönende Abschluss war dann der Apèro. Gemütlich sassen wir zusammen, assen und tranken und konnten noch einige Fragen wälzen. Wir hatten für Herrn Brunner noch ein kleines Geschenk mitgebracht: Spezialitäten aus dem Glarnerland, das von Dalilah überreicht wurde. Auch Frau Crameri hatte für Herrn Brunner von ihrem hauseigenen Honig ein Glas als Dankeschön mitgebracht.

Gegen 14 Uhr machten wir uns wieder auf den Heimweg. Für uns war noch bis zum Schulschluss um 16 Uhr Unterricht.

 

Privatschule im Espen

Schulleitung: Jutta Stuck
Espenstrasse 5
8867 Niederurnen
Telefon: 055 620 17 37
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