Privatschule im Espen

Klassenlager in Buchen 2016

Schulverlegung in Buchen vom 19. bis 22.September 2016

In diesem Jahr haben wir uns in Buchen mit dem Thema „Walser“ beschäftigt. Jeweils am Morgen hatten wir Sprache und Mathematik und am Nachmittag unser Spezialthema. Der Höhepunkt war ein Museumsbesuch, der ein eindrückliches Zeitzeugnis wiederspiegelt. Frau Calcagnini hat den Besuch für uns zusammengefasst und noch zusätzlich zu Hause einen Diavortrag gehalten:
“Sie was isch än Rächezandschiisser?” fragt ein des hiesigen
Dialektes unkundiger Schüler. Hans Mathis erklärt geduldig die Funktion des Gerätes aus Holz, mit dem seine Vorfahren die Zähne eines Rechens formten.
Wir befinden uns im Estrich des Schulhauses in Buchen. Hier hat der ehemalige Landwirt mit viel Umsicht und Sorgfalt ein kleines Museum einge-richtet. Bescheiden und doch mit berechtigtem Stolz zeigt er seine Sammlung. Er gehört zu jenen Menschen, die Mühe haben, alte oder ausgediente Sachen einfach wegzuwerfen. So sammelte sich über die Jahre Einiges an. Da das Schulhaus leer stand, fragte er den Vorstand des zuständigen Dorfvereins an, ob er nicht im obersten Raum eine Ausstellung einrichten dürfe. Sein Gesuch wurde bewilligt und die Idee begeisterte auch die andern Dorfbewohner. Sie brachten ihm ihre lange gehegten und teilweise auch sehr verstaubten Zeugen vergangener Zeiten: Gegenstände des Alltags, vielerlei Werkzeug und Geräte, die zeigen, mit wieviel Erfindergeist und Geschick die Menschen schon früher versuchten, sich das arbeitsintensive Leben etwas zu erleichtern. Alles wurde verwertet, nichts wurde entsorgt. Sogar in die Stücke eines zerbrochenen Tonkruges wurden mit Hilfe eines Zwürribohrers Löchlein gebohrt, damit man sie mit Draht verbinden und das teure Stück nochmals ein paar Jahre brauchen konnte.
Die Schüler, die heute ein Stück Prättigau kennen lernen, staunen und entziffern weitere Zungenbrecher, welche auf weissen Täfeli den Dingen Namen geben: «Wiinlägäla, Huustäppwäbbgstel und Riibiisä.“ Letzteres ist also keine böse Frau, sondern eine aus einer ausgedienten Sägesse geformte und mit Löchern versehene Käsereibe.
Das Herzstück des Museums aber ist bestimmt das Innere eines Maiensässes, das Hans Mathis in stundenlanger Arbeit originalgetreu nachbaute. Wir bewundern die grosse Feuerstelle und sehen den Bauern bildlich vor uns, wie er vor fast 100 Jahren mit der Chessiturre, den Binnerlis, Gonnis und der Alpä Gepsä hantierte. Dieser anschauliche Geschichtsunterricht begeistert die Kinder.
Im grossen Schulzimmer im unteren Stock findet schon lange keine Schule mehr statt, der schöne Raum kann heute, dank der gut eingerichteten Küche, für Anlässe verschiedenster Art gemietet werden. Die kleine Gruppe bedankt sich für die interessanten Ausführungen.



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